Ein bisschen Hintergrundinformation


und ein paar schöne Zitate...

 

 

In wohl keinem Genre der Fotografie kommt es so sehr auf den Umgang mit seinem Modell an wie in der Kinderfotografie. Ein lächelndes Gesicht lässt sich eben nicht erzwingen. Und wer einmal bockig ist, ist eben bockig. Wer sich jedoch in Geduld übt und sein Modell studiert, wird schnell merken, worauf es wirklich ankommt. Jeder Mensch braucht genügend Freiraum, um sich entfalten zu können — auch, und ganz besonders, die ganz Kleinen.

  

Freude am Augenblick – das ist es, worauf es bei der Fotografie von Kindern ankommt. Taufe, Geburtstage oder andere Familienfeste — es gibt jede Menge Anlässe, Kinder geschniegelt und gestriegelt in Szene zu setzen. Die schönsten Aufnahme können jedoch in den alltäglichsten Situationen entstehen, vor allem, wenn die lieben Kleinen nicht damit rechnen. Ein actionreiches Fußballmatch im Garten, das geschmolzene Schokoeis auf dem neuen Pulli, ein liebevoller Blick zwischen Geschwistern oder zwei tobende Freunde im Kornblumenfeld — das sind Situationen, in denen sich Kinder ganz natürlich geben. Gegen solche emotionalen Momentaufnahmen kommt keine inszenierten Studioaufnahmen an. Was zählt, ist das Gespür für den richtigen Augenblick und ein Quäntchen Glück.

  

Kinder finden schon ihre Requisiten. So kann Omas alte Kleidertruhe schon mal zur Garderobe und die Terrasse zum Laufsteg der kleinen Stars werden oder der Nachbarshund als Reitpferd dienen. Wer genaue Vorstellungen von seinem Kinderporträt hat, muss dies nur auf geschickte Art und Weise verpacken. Begeistern sie die Kinder: Der Lohn dafür sind strahlende Augen, ein Schmollmund oder dicke, rote Pausbäckchen. Was zählt, sind Emotionen. Vom Baby bis zum Teenager, jedes Kind ist einzigartig in seinem Wesen. Und diese Einzigartigkeit gilt es einzufangen. Die Motivwelt der Kleinen erschließt sich am besten, wenn man mit seinen kleinen Komparsen auf einem Niveau ist. Gemeint ist natürlich der Blickwinkel, denn wenn die Welt aus der Höhe der Kinderaugen gesehen wird, erschließen sich ganz neue Motive. Die besten Aufnahmen gelingen mit viel Ruhe und jeder Menge Spaß an der Sache. Am gefühlvollsten und geeignetesten ist immer die gewohnte Umgebung, ein schöner Ort, das Leben draußen...

  

(aus 'PHOTOGRAPHIE 1-2/2007')


 

Lebendige Fotografie lässt Neues entstehen, sie zerstört niemals. Sie verkündet die Würde des Menschen. Lebendige Fotografie ist bereits positiv in ihren Anfängen, sie singt ein Loblied auf das Leben.

Berenice Abbot

 

Ich gebe dem Moment Dauer.
Manuel Alvarez Bravo

 

Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Photographieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.
Friedrich Dürrenmatt

 

Ich möchte etwas sichtbar machen, das der Masse nicht mehr präsent ist.

Autor unbekannt.

 

Der Amateur sorgt sich um die richtige Ausrüstung, der Profi sorgt sich ums Geld und der Meister sorgt sich ums Licht.

Georg IR B.

 

 

 

 

Die   Fotografie   lehrt,

dass wie gut du siehst

nichts damit zu tun hat

wie    gut    du   siehst.

 

- Autor unbekannt -